Stress Symptome

Stress Symptome – das passiert mit deinem Körper

In diesem Artikel erfährst Du alles über Stress Symptome. Dein Körper reagiert auf verschiedene äußere Reize. Welche Ursache führt zu welchem Symptom und wie hängen diese miteinander zusammen? – von Mike Orastella

Stress Symptome

So entsteht Stress

Früher reagierte unser Nervensystem auf Situationen, die lebensbedrohlich waren. Mittlerweile ist unser Überleben nicht mehr ganz so gefährdet. Allerdings gibt es neue Reize, die Stress auslösen. In unserer heutigen Gesellschaft sind dies unter anderem Leistungsdruck, Zeitdruck, Erwartungen, Multitasking oder zwischenmenschliche Konflikte.

In solchen Situationen reagiert unser Gehirn und meldet Reize an das vegetative Nervensystem. Dieses schaltet den Sympathikus an. Hierdurch werden die beiden Stresshormone Kortison und Adrenalin ausgeschüttet. Dadurch spannen sich die Muskeln an, der Pulsschlag und auch der Herzschlag verändern sich, die Atmung verflacht und die Konzentration nimmt zu.

Hierbei werden jedoch auch unwichtige Funktionen, die im vegetativen Nervensystem vom Entspannungsnerv Parasympathikus gesteuert werden, unterdrückt. Dies hat einen Einfluss auf die Verdauung, auf den Schlaf und die Regeneration. Heutzutage ist es auch gar nicht mehr üblich, abends noch entspannende Methoden zu praktizieren. Doch genau diese würden dabei helfen, den Parasympathikus zu stimulieren und somit Stress abzubauen.

Durch dieses Ungleichgewicht bleibt der Anspannungsnerv weiterhin aktiv. Dies äußert sich dann neben innerer Anspannung auch mit den nachfolgenden Stress Symptomen.

Kurzfristige Stress Symptome

Zu den kurzfristigen Symptomen zähle ich alle Körperreize, die im Laufe des Tages zu beobachten sind. Angenommen Du bist am Arbeitsplatz und von der Vielzahl der Aufgaben überfordert. Nachdem die Mails beantwortet sind und Du mit deiner eigentlichen Tätigkeit beginnen möchtest, klingelt das Telefon und holt dich aus deinem gewohnten Ablauf heraus. In dieser Situation werden Stresshormone freigesetzt, welche folgende Auswirkungen haben:

  • geweitete Pupillen
  • kurzzeitige Konzentrations- und Leistungsdrucksteigerung
  • gestärkte Schweißproduktion
  • Zunahme des Muskeltonus und Anspannen der Muskeln sowie Muskelverspannungen
  • Rückenschmerzen
  • Kopfschmerzen
  • willkürliches Zucken einzelner Muskelgruppen
  • Veränderung der Körpertemperatur
  • Veränderung im Hirnstrombild (Gamma-Wellen)
  • Migräne
  • Tinnitus
  • Anfälligkeit für Erkältungen
  • emotionale Instabilität

Langfristige Stress Symptome

Werden diese Stresshormone beziehungsweise die starke innere Anspannung langfristig nicht abgebaut, hat dies enorme Folgen. Diese sind sowohl körperlicher Art, als auch emotionaler und psychischer Art. Vielleicht kennst Du es selbst, wenn Du nach einer anstrengenden Woche völlig erschöpft in das Wochenende gehst. Meistens hast Du dann weder Lust auf soziale Kontakte, noch kannst Du dich aufraffen, etwas zu erledigen.

  • Muskelschmerzen
  • Schlafprobleme
  • mentale Überforderung
  • Sehschwäche
  • Atemprobleme und Engegefühl
  • Beckenschiefstand
  • Verdauungsprobleme
  • Gedächtnisverlust
  • Gleichgewichtsstörungen
  • sexuelle Unlust
  • Gefühlschaos
  • Panikattacken
  • Depressionen
  • Ängste
  • Magen- und Darmgeschwüre
  • schwaches Immunsystem
  • Burnout
  • Verkalkung der Herzgefäße

Stress Symptome erkennen

Einige der hier geschilderten langfristigen Folgen entstehen natürlich nicht, wenn wir immer wieder mal kurzfristig großem Druck standhalten müssen. Normalerweise kann unser System diesen Stress sehr einfach selbst ausleiten. Genau dafür gibt es eben die beiden Gegenspieler des vegetativen Nervensystems.

Brenzlig wird es aber dann, wenn wir unter akuter Schlaflosigkeit oder Verdauungsproblemen leiden. Diese beiden Symptome treten vor allem dann auf, wenn der Parasympathikus für zu wenig Regeneration sorgen kann. Beide Funktionen sind reinigende und entgiftende Maßnahmen. Spätestens dann solltest Du dir überlegen, die innere Anspannung zu lösen.

Ich möchte dich einladen, dir auch bei Muskelschmerzen Überlegungen dazu zu machen, ob Du nicht unter erhöhter Stressauswirkung leidest. Auch Kopfschmerzen entstehen oft durch angespannte Hals- oder Nackenmuskeln. Denn Muskelschmerzen gehen fast immer mit innerer Anspannung und den dadurch verkrampfenden Muskeln einher. Diese innere Anspannung kann auch zu Ängsten führen. Dieses Festhalten erstarrter Strukturen tritt auch bei Verlustängsten oder Angst vor Veränderung ein.

Jegliche Form von Bewegung kann hier Abhilfe schaffen. Nein, es muss nicht immer Hochleistungssport sein. Allein die Bewegung in der Natur kann heilend sein. Spezielle Atemtechniken helfen ebenfalls, innere Anspannung loszulassen. Auch Autogenes Training und Progressive Muskelentspannung lassen Stress abbauen.

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Mike
Author: Mike

Mich begeistert alles, was zu mehr Lebensenergie und Leichtigkeit führt. Alte Weisheiten und Mittel zur Selbsthilfe sind mir genauso wichtig, wie Energiearbeit und Stressabbau.

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