Trennungen verarbeiten Verlustängste überwinden

Wie Du Trennungen verarbeiten und Liebeskummer überwinden kannst

Oft sind es ungewohnte, neue Lebenssituationen, die mit Trennungen einhergehen. Schon der Gedanke daran, führt bei vielen zu Verlustängsten. Sie bleiben dadurch lieber in festgefahrenen Beziehungen, um Trennungsschmerz zu vermeiden. So kannst Du Liebeskummer überwinden und anstehende Trennungen verarbeiten.

Trennungen verarbeiten
Liebeskummer überwinden

Zusammenfassung der Podcast Folge

“Ich werde nie wieder jemanden kennenlernen, wie …”

Vermutlich kommt Dir dieser Gedanke bekannt vor. Er zeigt sich immer dann, wenn wir von einer Trennung betroffen sind. Plötzlich wurden wir aus dem gewohnten Tagesablauf herausgerissen. All die Dinge, die man sonst immer zu zweit erledigt hatte, muss man nun allein erledigen. Die so vertraute Person, bei der man sich seinen Frust von der Seele reden konnte, zeigt nun keinerlei Interesse mehr am eigenen Wohlbefinden. Oder schlimmer noch: plötzlich ist diese Person distanziert oder aggressiv. Man erkennt sie gar nicht wieder.

Abschiede sind immer schwer, vor allem dann, wenn sie völlig unverhofft geschehen. Oft klammert man an den alten, vertrauten Momenten und Personen fest. Sie gaben einem Halt, Sicherheit und Vertrautheit. Es fällt uns schwer, diese Person gehen zu lassen, da wir so sehr an das Zusammensein gewöhnt waren. Natürlich gab es zuletzt ein paar Diskrepanzen, über die Du stets hinwegsehen konntest. Doch die andere Seite wohl nicht. Nun sind wir allein in eine völlig neue Lebenssituation gestoßen worden und müssen erst einmal schauen, wie wir zurecht kommen, wo wir leben und wie es finanziell aussehen wird. Und natürlich ist da noch dieser emotionale Trennungsschmerz, der jede Entscheidung erschwert.

Oft klammern wir auch gerade deshalb an bereits gescheiterten Beziehungen. Wir wollen nicht wahrhaben, das es nicht geklappt hat. Wir wollen uns nicht ins unsichere, neue Terrain begeben. Wie kommen wir denn überhaupt alleine klar? So klammern wir am Vergangenen und hoffen, dass es ja irgendwie wieder so werden kann, wie es zu Beginn der Beziehung mal war. Wir haben Angst, den anderen zu verlieren, wir haben Angst vor dem Alleinsein. Sind wir einer solchen Umstellung schon gewachsen?

Auf das Leid konzentrieren

Viele Menschen sind lieber unglücklich vergeben, als allein zu sein. Sie fühlen sich unvollständig und versuchen, die fehlende Liebe von anderen Personen zu erhalten. Natürlich kann Dir niemand das geben, was Dir fehlt. Für Dein Glück bist nur Du selbst verantwortlich. So hoffen sie stets, dass sich ja irgendwie etwas ändern kann, in der Hoffnung, dass es wieder so werden wird, wie es einst war. Sie bemühen sich und versuchen, etwas zu verändern. Doch nichts geschieht, außer noch mehr Leid und Enttäuschung.

Ihre Aufmerksamkeit gilt der Hoffnung. In diesem Moment blenden sie alles aus, was nicht der Hoffnung dienlich ist. Sie sind sogar gewillt, ihre eigenen Prinzipien und Werte aufzugeben, damit es doch wieder funktionieren kann. Doch das kann leider nicht funktionieren, sofern der beteiligte Partner nicht dieselbe Absicht hat. Wahrscheinlich ist es eher so, dass seine Aufmerksamkeit auf den negativen Dingen liegt. Die Dinge, die nicht so laufen, wie sie laufen sollten.

Die eigene Wahrnehmung richtet sich stets danach, welchen Dingen man Aufmerksamkeit schenkt. Die anfängliche Idee, dass irgendetwas nicht stimmen würde, bestätigt sich immer mehr. Man bemerkt Situationen, die auf eine gescheiterte Beziehung hindeuten. Die Interessen sind zu verschieden, gemeinsame Aktivitäten werden immer seltener. Sowieso verbringt man eh viel lieber Zeit allein oder mit Freunden. Zumal hat man den Eindruck, dass die andere Person faul geworden ist und sich auch irgendwie gehen lassen könnte. Dann gibt es da noch eine dritte Person, die das eigene Interesse geweckt hat. All das sind doch Anzeichen dafür, dass die Beziehung gescheitert ist, oder nicht?

Schmerz vermeiden wollen

Solche Situationen sind keine Seltenheit. Denn wer seine Aufmerksamkeit darauf legt, Fehler zu suchen, der wird auch welche finden. Das Leben bestätigt Dir dann nämlich genau diese Gedanken, indem es nach Beweisen sucht. Ein anderes Beispiel wäre: Du wirst von einem Freund gefragt, ob Du morgen mit zum Sport möchtest. Deine Antwort lautet: “Mal schauen, ob ich Zeit habe!”. Natürlich fallen Dir nun 100 Dinge ein, die wichtiger wären. Irgendwie ist das Wetter auch nicht ideal und so richtig fit fühlst Du Dich ja auch nicht. Kurz gesagt: Du konzentrierst Dich darauf, keine Zeit zu haben und suchst so unterbewusst nach Beweisen dafür, dass es so ist.

Genau das ist auch der Grund, dass man zum Ende einer Beziehung nur noch die Dinge wahrnimmt, die einem am anderen nicht passen. Das Verhalten, welches nicht den Vorstellungen entspricht und die ganzen Versprechen, die nicht eingehalten wurden. Man legt die komplette Aufmerksamkeit darauf und blendet die Dinge, die weiterhin gut laufen, einfach aus. Vielleicht hatte man auch vorher schon kaum gemeinsame Interessen? Vielleicht war man eh immer etwas distanzierter und auch gerne mal allein unterwegs?

Während Person A also weiterhin kämpfen möchte, überlegt Person B, die Beziehung zu beenden. Doch das fällt oft gar nicht so leicht. Schließlich ist man immer dazu getrimmt, schmerzvolle und unangenehme Situationen vermeiden zu wollen. Eine Trennung ist natürlich auch immer mit Schmerz und Leid verknüpft und niemand führt anderen gerne Leid zu. Aus diesem Grund erwischt man sich auch oft bei dem Gedanken, den anderen nicht verletzen zu wollen. Vielleicht ist auch die Situation unpassend, schließlich macht die Person, von der man sich trennen möchte, derzeit eine schwierige Phase durch. Was passiert mit der gemeinsamen Wohnung, den Haustieren oder den Kindern? Genau genommen hat man auch gar keine Lust, sich damit auseinander zu setzen. Dies sind nur wenige Gründe dafür, bezüglich einer finalen Entscheidung zu zögern.

Trennungen verarbeiten
Liebeskummer überwinden

Liebeskummer überwinden

Eine Trennung verläuft zumeist nicht unüberlegt und zeichnet sich schon weit im Vorfeld ab. Wahrscheinlich machen sich die ersten Anzeichen nur sehr subtil sichtbar. Man ertappt sich selbst dabei zu denken, ob es allein nicht einfacher wäre. Vielleicht lernt man auch jemanden kennen, der gleiche Interessen hat. Auch ohne, dass mit dieser neuen Person etwas ernstes laufen muss, kommt man so in zweifelnde Gedanken. Gedanken an eine Trennung sind also auf jeden Fall ein erstes Alarmzeichen, mit dem man sich auseinandersetzen sollte. Hier kann die Frage helfen, was mich denn jetzt genau stört. Und zwar ohne einer anderen Person die Schuld zu geben.

Wichtig wäre hier natürlich, ein klärendes Gespräch zu suchen, sobald man sich den ersten Alarmzeichen bewusst wird. Denn oftmals sind es Nuancen, die sich leicht wieder beheben lassen. Vorausgesetzt natürlich, beide Seiten wollen an einer funktionierenden Beziehung arbeiten. Natürlich kann es auch sein, dass ein Weitermachen nur möglich wäre, wenn man seine eigenen Werte, Prinzipien und Ziele aufgeben müsste. Hier sollte man sich gut überlegen, ob man wirklich nur aus Gewohnheit oder aufgrund der Lebensumstände weiter an einer Beziehung festhalten möchte. Denn dieses Gefühl, dass einem irgendwie etwas fehlt, wird nicht so schnell verschwinden.

Manchmal ist es dann unausweichlich und es kommt zu einer Trennung. Abschiede sind immer schwer und emotional. Das sollte man auch respektieren und sich und dem Gegenüber Zeit geben, die aufkommenden Gefühle zu akzeptieren und zuzulassen. Irgendwie ist es doch auch ein gutes Zeichen. Denn Gefühle und Emotionen sind energetische Schwingungen. Der Körper lässt diese Anspannung mittels Tränen hinaus, sodass der Kummer und Schmerz abgebaut werden kann. Und bis es so weit ist, sollte man einfach Abstand und Distanz wahren. Leider klammern dann viele noch an den alten, bekannten Situationen und Menschen. Es kommt zu einer erstarrten Energie, ein Trauma, die Energie steckt in der Vergangenheit fest und man kann mit diesen Menschen nicht richtig abschließen. Beide Parteien wurden verletzt und vielleicht auch enttäuscht. Man muss sich auch erst einmal eingestehen, dass es nicht geklappt hat. Das ist nicht gerade leicht. Man sollte dem ehemaligen Partner also die Zeit geben. Dies zeigt einen fairen Umgang, den beide Seiten verdient haben. Schließlich hatte man auch gute und schöne Zeiten zusammen.

Trennungen verarbeiten
Liebeskummer überwinden

Trennungen verarbeiten

Leider neigen viele Menschen dazu, von diesem Schmerz ablenken zu wollen. Sie gehen mit Freunden feiern und zeigen das zumeist auch offen auf allen Kanälen. Man möchte schließlich beweisen, wie glücklich man doch ohne den anderen sein kann. Das ist natürlich nicht die Art und Weise, wie man Leute behandeln sollte. Die Frage ist immer, wie man selbst behandelt werden möchte. Und genau so sollte man auch mit anderen Menschen umgehen, oder? Es ist natürlich gut, von Freunden aufgefangen zu werden. Denn da bereits durch die gescheiterte Beziehung Sicherheit und Gewohnheit wegfällt, wäre es umso schlimmer, wenn auch der Bekanntenkreis wegfallen würde.

Verschließe Dich also nicht vor den Gefühlen, sondern lass sie zu. Die Spannung möchte einfach aus Deinem Körper entweichen und das braucht einfach Zeit. Konzentriere dich einfach auf Dich selbst und versuche, die Wunden zu heilen. Natürlich ist man enttäuscht und verletzt, die Erwartungen und Hoffnungen an eine gemeinsame Zukunft konnten nicht erfüllt werden. Nimm Dir die Zeit und konzentriere Dich wieder mehr auf Dich selbst. Welche Dinge machen Dich glücklich? Gibt es Aktivitäten, die Du schon immer einmal ausprobieren wolltest? Du selbst bist dafür verantwortlich, glücklich zu sein. Also nimm das Szepter in die Hand und finde den Zugang zu Deinem wahren Selbst. Lerne Dich selbst neu kennen und lieben. Irgendwann wirst Du ganzheitlich und reflektiert Deine Erkenntnisse herausziehen können. Du wirst erkennen, dass Du Dich auch in vielen Situationen falsch verhalten hast. Irgendwann werden die gemeinsamen Momente zu schönen Erinnerungen, an die Du gerne zurückdenken wirst. Und genau das nimmst Du mit, um es in Zukunft einfach besser machen zu können.

Dann wirst Du erkennen, dass jede Trennung auch etwas Positives bewirkt hat. Sicher, das ist Dir aktuell durch die verzerrte Wahrnehmung nicht bewusst. Denn jeder Mensch, der in Dein Leben tritt, hat eine ganz bestimmte Aufgabe und Lektion für Dich. Vielleicht lernst Du einfach, dass Du Dir selbst mehr vertrauen oder Dich nicht so sehr verbiegen solltest. Du siehst, was Du nicht möchtest. Du lernst, welche Werte Dir in einer Beziehung wichtig sind und was Du einbringen kannst. Du lernst auch wichtiges über Deine Wünsche und Vorstellungen. Durch diese Menschen bist Du in der Lage persönlich zu wachsen. Vielleicht probierst Du Dich beruflich komplett neu aus und ziehst an einen anderen Ort. Und dort wird es jemanden geben, der Dein neues Ich schätzen und lieben lernen wird. Bei dem Du einfach so sein kannst, wie Du sein möchtest. Und hier wird Dir nun die neue Chance geschenkt, es dieses mal einfach besser zu machen.

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Mike
Author: Mike

Mich begeistert alles, was zu mehr Lebensenergie und Leichtigkeit führt. Alte Weisheiten und Mittel zur Selbsthilfe sind mir genauso wichtig, wie Energiearbeit und Stressabbau.

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