toxische Beziehungen erkennen

Toxische Beziehung erkennen – diese 5 Merkmale solltest Du kennen

Konflikte sind in einer Beziehung völlig normal. Man kann sogar vieles daraus lernen. Doch irgendwann sind Beziehungen eher ungesund und der Partner tut einem nicht gut. Durch diese 5 Anzeichen kannst Du eine solche toxische Beziehung erkennen und beenden.

toxische Beziehung erkennen

Zusammenfassung der Podcast Folge

In jeder gesunden Beziehung werden früher oder später irgendwann Konflikte entstehen. Und das ist auch gut so, da diese oft durch Meinungsverschiedenheiten entstehen und zeigen, dass beide Partner auf Augenhöhe kommunizieren. Nicht jeder Streit und Konflikt deutet also direkt auf eine ungesunde Beziehung hin. Denn eine glückliche Beziehung beinhaltet vor allem Vertrautheit, Akzeptanz und Toleranz und sollte niemals an Erwartungen geknüpft sein. Im Grunde sollte man also immer so sein, wie man sein möchte und auch dem Partner oder der Partnerin diesen Raum geben.

Sollte es dann doch mal zu einem Streit kommen, dann heißt das nicht gleich automatisch, dass die Beziehung oder sogar der Partner angezweifelt werden sollte. Denn immer dann, wenn man von einem Verhalten oder der Reaktion des Gegenübers genervt, verletzt oder enttäuscht wird, sollte man sich immer fragen, warum einen dieses Verhalten überhaupt reizt. So kann man jede streitvolle Situation auch als Chance nutzen. Denn das einzige, das man beeinflussen kann, ist seine eigene Reaktion auf diese Reize. Man kann weder das Verhalten, noch die Worte oder Werte des Lebensgefährten ändern – und das sollte man auch niemals tun.

Leider sind viele noch in einer Beziehung gefangen, die eher blockierend und ungesund für einen ist. Abhängigkeit, Kontrolle, Misstrauen oder Unterdrückung sind dabei keine Seltenheit. Und meistens ist man sich sogar darüber bewusst, dass diese Beziehungen eher ungesund sind. Doch wenn auch Du derzeit in einer solchen toxischen Beziehung steckst, dann wirst Du mir und vielen anderen dort draußen wohl zustimmen: es ist nicht so einfach, eine solche toxische Beziehung zu beenden, da es einem an Mut und Selbstvertrauen fehlt.

Der Partner als Spiegel

Der Beginn einer neuen Partnerschaft ist immer unfassbar aufregend. Diese Schmetterlinge im Bauch, wann immer man sich sieht. Man kann die Leidenschaft und Anziehung förmlich greifen und gar nicht genug Zeit miteinander verbringen. Man hat endlich das Gefühl, den richtigen Menschen gefunden zu haben und kann sein Glück kaum in Worte fassen. Diese anfängliche Verliebtheit und das damit verbundene Glücksgefühl ist wohl einer der häufigsten Gründe dafür, dass Menschen Beziehungen eingehen wollen.

Und einer der häufigsten Gründe für Trennungen ist, dass diese anfängliche Zeit der Verliebtheit irgendwann endet und die ersten Herausforderungen, Streitigkeiten und Konflikte sichtbar werden. Plötzlich fällt einem auf, dass der Partner eine nervige und seltsame Angewohnheit hat oder irgendwie doch nicht so ordentlich und hilfsbereit war, wie man anfangs vermutet hatte. Plötzlich besteht man immer mehr auf etwas Distanz und möchte auch mal alleine oder mit Freunden etwas unternehmen. Nun hat man irgendwie das Gefühl, dass man ständig Kompromisse eingehen muss, damit beide Partner zufrieden sein können.

Diese Diskrepanzen sind natürlich völlig normal und auch kein deutliches Zeichen dafür, dass man doch zu verschieden sei und somit nicht zusammen passe. Denn Konflikte und Streitigkeiten wird es immer geben, da immer mindestens zwei Menschen zu einer Partnerschaft gehören. Jeder Mensch hat eben seine eigene Weltanschauung, seine eigene subjektive Realität und Wahrnehmung. Genau genommen können solche Situationen sogar besonders lehrreich für einen sein. Denn der Partner nimmt deine unterbewussten Themen, Blockaden und Konditionierung über seine Spiegelneuronen auf. So kann es sogar sein, dass das Verhalten, was Dich eben am Gegenüber gestört hatte, in Wahrheit deine eigene Konditionierung war.

Konflikte einer gesunden Beziehung

Mittlerweile weiß jeder gute Verkäufer darüber Bescheid, dass wir unbewusst auf die Körpersprache eines Gegenübers mittels dieser Nervenzellen reagieren. Denn ohne diese Spiegelung wäre es uns nicht möglich, Empathie oder Mitgefühl zu entwickeln. Wir können somit also die Gefühle und Reaktionen von anderen Menschen besser nachempfinden. Auch unbewusste Konditionierungen und Verhaltensweisen können gespiegelt werden. Dazu ein kleines Beispiel:

Mittlerweile fällt Dir immer mehr auf, dass Dein Partner sehr negativ und pessimistisch bezüglich Finanzen und Karriere reagiert. Anfänglich ist Dir das gar nicht aufgefallen. Doch mittlerweile stört es Dich immer mehr, schließlich versuchst Du eigentlich eine positive Einstellung zum Leben zu wahren. Und wenn Du ihn damit konfrontieren möchtest, fällt auf, dass er sich dessen gar nicht bewusst wahr. In diesem Fall wäre es also falsch, die Schuld allein bei ihm zu suchen und sein Verhalten zu kritisieren. Wie schon gesagt, war er sich diesen versteckten Mustern gar nicht bewusst. Genau genommen hat er auch überhaupt keine Schuld daran, dass dieses Verhalten in Dir einen Reiz auslöst, den Du negativ bewertest. Du solltest dich daher also viel lieber Fragen: “Wieso werde ich von diesem Verhalten negativ getriggert und gereizt?”.

Jedes Verhalten von anderen Menschen, welches Dich auf irgendeiner Art und Weise zu einer negativen Wertung anregt, kann für Dich eine wichtige Lehre sein. Denn sie zeigen Dir Deine versteckten Glaubensmuster und Konditionierungen. Kurz gesagt: ein Partner ist wie ein Spiegelbild für Deine eigenen Schattenthemen. Im obigen Beispiel könnte es also durchaus sein, dass das Thema Geld bei Dir in der Vergangenheit mit einem großen emotionalen Trauma in Verbindung stand und schon immer eher ein Mangel war. Seitdem versuchst Du auch eher, das Thema zu verdrängen und zeigst auch sonst keine neutrale Einstellung zum Thema Geld. So konnte Dir der Partner sogar dabei helfen, diesen unterschwelligen Glaubenssatz zu erkennen, damit Du dieses Thema lösen und heilen darfst.

toxische Beziehung erkennen

Toxische Beziehung erkennen

Nicht selten kommt es jedoch auch vor, dass ein Partner ein Verhalten zeigt, welches eher weniger in diese Kategorie fällt. Vor allem dann, wenn die Konflikte weit über die alltäglichen Herausforderungen hinausgehen. Solche Beziehungen sind dann ein wahres Auf und Ab. Manchmal gerät man auch an Menschen, die einen definitiv nicht gut tun. Bedingungslose Liebe ist hier dann oft fehl am Platz. Es besteht eher eine Beziehung, bei der sich ein Ungleichgewicht, begleitet von Kontrolle, Misstrauen oder Abhängigkeit, bemerkbar macht. In diesem Fall spricht man von einer ungesunden, toxischen Beziehung. Anhand dieser folgenden fünf Merkmale kannst Du eine toxische Beziehung erkennen.

  • Abhängigkeit: Emotionale Abhängigkeit zeigt sich vor allem dadurch, dass Handlungen, Reaktionen und sogar die eigene Stimmung nur davon abhängig ist, wie der Partner sich fühlt und was er macht. Man kann und möchte nichts mehr ohne den Partner unternehmen und ist enttäuscht, wenn dieser mal keine Zeit hat.
  • Schuld: Schuld hat eh immer der andere! Sich selbst Fehler einzugestehen gehört nicht in die Tagesordnung eines toxischen Partners. Viel mehr wird für jedes Problem und jeden Misstand die Verantwortung einem anderen zugeschoben.
  • Kontrolle: Ständige Kontrolle und Misstrauen begleiten die gemeinsame Zeit. Der toxische Partner möchte bestimmen, was getan wird und schreibt vor, wann Freunde getroffen werden dürfen. Allein mit Freunden ausgehen ist sowieso nicht gestattet und häufig werden auch geschriebene Nachrichten kontrolliert.
  • Achterbahnfahrt: Die Beziehung wird von einem ständigen Hoch und Tief beeinflusst. Enorme Streitereien, oft wegen banalen Vorfällen, münden ich intensive, oft körperliche, Versöhnungen. Dieses Wechselbad der Gefühle kann sogar abhängig machen.
  • Klein halten: Egal, was man tut, man ist nie gut genug. Es werden gezielt Fehler gesucht (und gefunden), wo keine sind. Ständige Kritik und Verunsicherung führen dann letztendlich oft zu Selbstzweifeln und einem abnehmenden Selbstwertgefühl.

In solchen Beziehungen stellt sich also ein klares Umgleichgewicht zwischen beiden Partnern ein und tut definitiv beiden Seiten nicht gut. Die “Liebe” beschreibt hier lediglich eine Abhängigkeit, welche mit Erwartungen verbunden ist. Das ist keine gesunde Beziehung, welche langfristig für beide Seiten funktionieren kann. Nicht wenige Menschen sind in einer solchen Beziehung gefangen und schaffen es nicht, sich davon zu befreien. Denn durch die ständige Kontrolle, Abhängigkeit und das Gefühl, nicht gut genug zu sein, wird der Selbstwert hier gezielt angegriffen. Man zweifelt immer mehr an sich selbst, sodass man sich irgendwann überhaupt nicht mehr in der Lage befindet, eigene Entscheidungen zu treffen.

Ferner gerät man hier natürlich auch in eine Art Teufelskreis, der damit endet, dass man nicht mehr den Mut aufbringen kann, die Sache zu beenden. Durch dieses ständige Verbiegen und dem Zwang, es den anderen immer Recht machen zu müssen, verliert man nach und nach den Zugang zu seinem wahren Sein. Und wenn man dann endlich den Mut aufbringen konnte und die Trennung einleiten konnte, dann wird einem überhaupt erst bewusst, wie schlimm es um den eigenen Selbstwert mittlerweile steht. Hier muss man erst wieder lernen, sich selbst zu vertrauen und dass man von niemandem abhängig ist, um ein selbständiges Leben in Eigenverantwortung führen zu können. Doch sicher wirst Du eines Tages erkennen, dass auch diese schmerzhafte Erfahrung notwendig war, um folgende Erkenntnis zu gewinnen: um überhaupt gesunde und erfüllte Beziehungen führen zu können, muss eine gesunde Basis geschaffen werden, nämlich seinen eigenen Wert zu kennen, zu schätzen und zu lieben.

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Mike
Author: Mike

Mich begeistert alles, was zu mehr Lebensenergie und Leichtigkeit führt. Alte Weisheiten und Mittel zur Selbsthilfe sind mir genauso wichtig, wie Energiearbeit und Stressabbau.

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