Meridiansystem des Körpers

Meridiansystem des Körpers – Übersicht über deine Energieleitbahnen

Der Fluss der Lebensenergie hält uns am Leben. Sie fließt ständig zwischen den beiden Polen Yin und dem Yang. In unserem Körper befinden uns 14 Meridiane als Energieleitbahnen im Körper. Das Meridiansystem des Körpers verbindet Organe mit Chakren und äußeren Faktoren.

Meridiansystem des Körpers

Was sind Meridiane?

In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) wird beschrieben, dass unser Leben vom freien Fluss der Lebensenergie ermöglicht wird. Diese Energie wird „Chi“ genannt. Chi ist gleichzusetzen mit dem Begriff Reiki, was ebenfalls universelle Lebensenergie bedeutet. Diese Lebensenergie schwingt ständig zwischen den beiden Polen Yin (weiblich) und Yang (männlich) hin und her.

Meridiane, die Energiewege unseres Körpers, stellen die Verbindung zwischen den Organen, den Chakren und den äußeren Begebenheiten, z.B. klimatischen Faktoren wie Wind und Kälte dar. Sie verlaufen polar in der Längsachse des Menschen. Es gibt zwölf paarige Hauptmeridiane, die in einer engen Wechselbeziehung zu den ebenfalls nach Yin und Yang angeordneten Organen stehen. Wichtig sind noch zwei “außerordentliche” Bahnen, die in der Mittellinie der Körpervorderseite und Rückseite liegen.

Jedem Organ wird eine Reihe von Akupunkturpunkten an der Körperoberfläche zugeordnet, die durch eine Linie, genannt Meridian, verbunden sind. In diesen jeweils paarig angelegten Energieleitbahnen bewegt sich die Lebenskraft durch den Organismus. Zusätzlich gibt es Tsubos oder Akupunkturpunkte, das sind besondere Stellen auf der Körperoberfläche, an denen die Lebensenergie der inneren Organe und der Meridiane an die Oberfläche tritt. An diesen Energiepunkten kann die frei fließende Lebensenergie im Körper besonders gut beeinflusst und reguliert werden.

Meridiansystem der traditionellen chinesischen Medizin

Die grundlegende Lehre von Yin und Yang wurde erstmals etwa 700 v. Chr. im „Buch der Wandlungen” (Yi Jing) beschrieben. Das älteste medizinische Fachwerk, das „Buch des Gelben Kaisers zur Inneren Medizin” (Huang Di Nei Jing), geht wahrscheinlich zwischen 475 und 221 v. Chr. zurück.

Im Gespräch zwischen dem legendären Gelben Kaiser (Huang Di) und dem Arzt und Minister Qi Bo entfaltet sich ein ganzheitliches Bild des menschlichen Lebens. Dies war das Fundament der wesentlichen und bestimmenden Vorstellungen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), die auch heute noch ihre Gültigkeit haben. Hier werden die grundlegenden Konzepte zur Anatomie, Physiologie, Ätiologie, Pathologie und Diagnostik dargestellt und die damit verbundene Behandlung erklärt. Berücksichtigt werden nicht nur äußere (z.B. geographische, klimatische und jahreszeitliche) Einflüsse, sondern auch innere (beispielsweise Emotionen und unsere Reaktionen darauf). Daraus ergibt sich ein Gesamtbild, wie unsere Umwelt und unsere Art zu leben unsere Gesundheit mitbestimmen. 

Der ganzheitliche Charakter der TCM beinhaltet Körper, Seele und Geist, die Einflüsse von Jahreszeiten und Naturereignissen. Krankheit und Gesundheit werden nicht getrennt für sich, sondern innerhalb eines großen, sich bedingenden Ganzen betrachtet. Nichts steht für sich allein, sondern alles ist immer in einer wechselseitigen Beziehung zu (allem) anderen. Und das, was zueinander in einer wechselseitigen Beziehung steht, ist einem ständigen Prozess des Wandels und der Veränderung unterworfen.

Krankheit ist somit nicht einfach ein unabwendbares Schicksal, vielmehr hängen Krankheit und Gesundheit davon ab, wie sehr sich der Mensch in das vorgegebene Ordnungsgefüge einfindet.

Yin & Yang

In der Natur und im Leben ist immer alles im Gleichgewicht. Zwei gegenteilige Pole bedingen sich gegenseitig, das eine kann ohne das andere nicht sein, zusammen stehen sie im Gleichgewicht. Das Lebensprinzip leitet sich aus der Vereinigung dieser Gegensätze ab: Weiblich (Yin) und männlich (Yang). In jedem Weiblichen steckt auch ein Teil des Männlichen und andersrum. So wird auch die Erde dem Yin und das Weltall dem Yang zugeordnet.

Ein Gleichgewicht dieser beiden Pole ist die oberste Ordnung. Yin wird zu Yang und umgekehrt. Und genau so ist auch das Wechselspiel der Meridiane aufgebaut: 2 Yin -Meridiane folgen 2 Yang-Meridianen, danach wieder 2 Yin -Meridiane, bis der Energiefluss wieder von vorne beginnt. Jedem Meridian ist auch eine Tageszeit zugeordnet, in der er am aktivsten ist. Alle 2 Stunden löst im Uhrzeigersinn ein Meridian den anderen ab.

Jeder Meridian hat also zu einer ganz bestimmten Tages- bzw. Nachtzeit die meiste Energie. Die Energie bewegt sich durch alle Meridiane, wo sie dann jeweils zu bestimmten Zeiten ihren Höhepunkt erreicht, d.h. der entsprechende Meridian ist zu dieser Tages- oder Nachtzeit am aktivsten. Die Energie braucht immer 2 Stunden, um sich durch einen Meridian zu bewegen. Zentralgefäß (Yin) und Gouverneursgefäß (Yang) könnte man auch als „übergeordnete“ Meridiane bezeichnen, sie stellen so etwas wie einen Energiespeicher dar, der die anderen Meridiane versorgt.

Meridiansystem des Körpers

Welche Meridiane gibt es?

Die Lebensenergie zirkuliert im menschlichen Organismus nach klaren Gesetzmäßigkeiten. Die Lebenskraft durchflutet in Form einer Welle alle Meridiane. Jeder Meridian (und damit auch das zugehörige Organsystem) zeigt deshalb im Laufe eines Tages einen maximalen Ladungszustand (ebenso wie auch einen energetischen Leerezustand), was auch als Kreislauf der Meridiane beschrieben wird.

Die Namen der Meridiane stammen von den Lebensfunktionen oder des Organs, mit denen sie zusammenhängen. Wir zählen Sechs Yin-Organe, diese dienen der Bildung, Umwandlung, Speicherung, Freisetzung und Regulation der Körpersubstanzen. Die sechs Yang-Organe sind für die Zwischenaufnahme, Weiterleitung und Ausscheidung verantwortlich. Jeweils ein Yin-Organ und ein Yang-Organ sind miteinander gekoppelt und bilden zusammen eine energetische Einheit.

ElementYinYang
MetallLungeDickdarm
ErdeMilz- PankreasMagen
FeuerHerzDünndarm
WasserNiereBlase
FeuerPerikardDrei-Erwärmer
HolzLeberGallenblase

Die zwölf Hauptmeridiane, die jeweils paarig (d.h. auf beiden Körperhälften) verlaufen, sind der Lungen-, der Dickdarm-, der Magen-, der Milz-Pankreas-, der Herz-, der Dünndarm-, der Blasen-, der Nieren-, der Perikard-, der Drei- Erwärmer-, der Gallenblasen- und der Leber-Meridian. Ein Yin- und ein Yang-Meridian bilden jeweils zusammen ein innerlich und äußerlich gekoppeltes Meridianpaar bilden. Jedes dieser Paare wird von einem der Fünf Wandlungsphasen (Elemente) kontrolliert.

Meridiansystem des Körpers

Die beiden außerordentlichen Meridiane, Konzeptionsgefäß (Ren Mai) und Gouverneur (Du Mai), verlaufen über die Körpermitte. Das Konzeptionsgefäß verläuft an der Vorderseite und reguliert das Yin, wohingegen der Gouverneur (vor allem) an der Rückseite verläuft und das Yang kontrolliert.

Meridianlaufbahnen

Außer den ersten beiden Meridianen verlaufen alle Meridiane paarig. Sie liegen rechts und links am Körper und haben unterschiedliche Flussrichtungen:

Yin -Energie fließt von den Fußzehen auf der Körpervorder- und Innenseite zum Brustkorb und weiter auf der Innenseite der Arme bis zu den Fingerspitzen.

Yang -Energie fließt von den Fingerspitzen über die Außenseite der Arme zum Kopf und über alle Körperseiten wieder zu den Füßen.

Nachfolgend findest Du die einzelnen Meridiane mitsamt der Flussrichtung, dem Verlauf und möglichen Auswirkungen bei energetischen Blockaden.

  1. Zentralgefäß (Vorder-Meridian)
    • seine Energie fließt von unten nach oben. Von der Mitte des Schambeins bis unterhalb der Unterlippe.
    • Schwächung durch Denken, Wirbelsäulenprobleme, Verschaltung zwischen Körper und Geist, Verspannungen im hinteren Kopfbereich. Bei Schwäche dieses Meridians werden alle anderen Meridiane auch abgeschwächt.
  2. Gouverneursgefäß (Hinter-Meridian)
    • seine Energie fließt von oben nach unten. Von oberhalb der Oberlippe bis Steißbein-Ende.
    • Wirbelsäulenprobleme.
  3. Magen-Meridiane
    • ihre Energie fließt von oben nach unten. Vom unteren Rand der Augenhöhlen, unterhalb der Pupillen bis kleiner Zeh.
    • Magenbeschwerden, Speicheldrüsen, Brustdrüsen, Nahrungsmittel- Allergien, Zahnwurzeln.
  4. Milz-Pankreas-Meridiane
    • ihre Energie fließt von unten nach oben. Vom großen Zehen bis zum Punkt auf den mittleren Achsellinien.
    • Zuckerspeichernd und -verdauend, Störungen des Immunsystems, Verdauungsprobleme, Über- und Unterzucker, Schulterschiefstand, Kummer, Sorge, mangelndes Vertrauen, Übersäuerung.
  5. Dünndarm-Meridiane
    • ihre Energie fließt von unten nach oben. Kleine Finger bis zum Punkt bis zum Kiefergelenk vor den Ohren.
    • Kniebeschwerden, Nackenverspannungen, Entscheidungsschwierigkeiten, Verdauungsbeschwerden, Krämpfe im unteren Darmbereich, Mundschleimhaut-Entzündungen, Nasennebenhöhlen-Entzündung.
  6. Herz-Meridiane
    • ihre Energie fließt von oben nach unten. Von der Mitte der Achselhöhlen bis zu den kleinen Fingern.
    • Intellekt, Körper-Geist, Verschachtelung des Sprechens, gewandtes Reden, Stottern, Schwindelgefühl, Schmerzen im Brustbereich, rote Augen, Bedingungslose Liebe.
  7. Blasen-Meridiane
    • ihre Energie fließt von oben nach unten. Zwischen Augenhöhle und Nasenwurzel bis zu den kleinen Zehen.
    • Schwache Knöchel, Rückenschmerzen, Körperhaltung, Selbstkontrolle, Selbstdisziplin, Blasenschwäche, Konzentrationsschwäche, Wadenkrämpfe, Kälteempfindlichkeit, Ischias, Oberkiefer, Wasserhaushalt, tränende Augen, laufende Nase, Selbstverantwortung.
  8. Nieren-Meridiane
    • ihre Energie fließt von unten nach oben. Von den Zehenballen auf der Fußsohle bis Brustbein und Schlüsselbein.
    • Stress, Probleme beim Treppensteigen, Hormonstörungen, Menstruationsstörungen, Herzschwäche, plötzliche Schweißausbrüche, Sexualität, nachts auf die Toilette müssen, Lebensangst, Rast- und Ruhelosigkeit, Rechthaberei.
  9. Blut-Kreislauf-Sexus-Meridiane
    • ihre Energie fließt von oben nach unten. Neben den Brustwarzen bis zu den Mittelfingern.
    • Blutdruck, Kreislaufsystem, Sexualität, Blut, bei Schwäche Lendenwirbelprobleme, Helfer-Syndrom, bei Frauen Beziehung zum Partner, bei Männern Beziehung zur Mutter, Prostata, Infektionen der Blutwege.
  10. Dreifacher Erwärmer (Schilddrüsen-Meridiane)
    • Energie fließt von unten nach oben. Ringfinger bis zu den äußeren Enden der Augenbrauen.
    • Infektionen, Probleme mit Zärtlichkeit, Organische Potenz, Libido- Verlust, Mund-, Nase-, Augenentzündungen, Erkältungen, trockener Mund, Spannungsgefühl in den Zähnen.
  11. Gallenblasen-Meridiane
    • ihre Energie fließt von oben nach unten. Augenhöhlenwinkel bis zu den vierten Zehen.
    • Stoffwechselprobleme, Jucken und Tränen der Augen, Zahnfleischprobleme, Völlegefühl nach Essen, Hand- und Fußflächen feucht und warm, Planung, Zielstrebigkeit, Choleriker, Neigung zu Gallensteinen, Koliken, Migräne.
  12. Leber-Meridiane
    • ihre Energie fließt von unten nach oben. Große Zehen bis zu den Punkten auf der Medioclavicularlinie zwischen die 6. und 7. Rippen.
    • Entgiftung, Blutgerinnung, Säurebasen, Hormone, Enzyme, blutbildend, augenstärkend, Stress, Abbau von Stresshormonen, Zukunftsorientierung, negative Gefühle.
  13. Lungen-Meridiane
    • ihre Energie fließt von oben nach unten. Schlüsselbeins bis zu den Daumen.
    • Gähnen, Rauchen, Hautprobleme, schlechte Haare, Atembeschwerden, Asthma, Bronchitis, Husten, Zahnfleischbluten, Melancholie, Depression.
  14. Dickdarm-Meridiane
    • ihre Energie fließt von unten nach oben. Zeigefinger bis zu einer halben Daumenbreite seitlich der Mitte des Nasenflügels.
    • Grober Schmutzableiter, Peristaltik, Mundgeruch, Verstopfung, Blähungen, schwaches Gedächtnis, Festhalten am Alten, Stagnation, kann Trauer und Verlust nicht leben.

Eine Möglichkeit, das Meridiansystem des Körpers im Gleichgewicht zu halten, bietet das Meridian Reiki. Dies gleicht den Energiefluss aus. Da Meridiane Organe und Chakren miteinander verbinden, beeinflusst dieses Gleichgewicht das gesamte Wohlbefinden.

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Mike
Author: Mike

Mich begeistert alles, was zu mehr Lebensenergie und Leichtigkeit führt. Alte Weisheiten und Mittel zur Selbsthilfe sind mir genauso wichtig, wie Energiearbeit und Stressabbau.

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