Glaubenssätze umprogrammieren

Mentalheilung erklärt: Glaubenssätze umprogrammieren mit Reiki

Deine Glaubenssätze, Konditionierungen und Überzeugungen beeinflussen deine Realität. Wer seine Glaubenssätze umprogrammieren möchte, beginnt deshalb nicht im Außen, sondern bei den inneren Mustern. Reiki kann dabei als Form der Mentalheilung unterstützen und dein System auf die neue Identität ausrichten.

Glaubenssätze umprogrammieren mit Reiki

Wie deine Glaubenssätze deine Realität formen

Wir sind in ständiger Wechselwirkung mit unserer Umwelt. Nicht nur mit einzelnen Menschen, sondern vor allem mit den Feldern, in die wir hineingeboren werden: Familie, Herkunft, frühes Umfeld. Genau hier entstehen die meisten unserer tiefsten Glaubenssätze. Ein typisches Beispiel aus der Familie:

  • „Reiß dich zusammen.“
  • „Das Leben ist kein Ponyhof.“
  • „Geld muss man sich hart erarbeiten.“
  • „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“

Solche Sätze werden oft nicht einmal bewusst ausgesprochen, denn sie liegen zwischen den Zeilen. In der Art, wie mit Stress umgegangen wird, wie über Geld gesprochen wird oder wie Nähe, Leistung, Krankheit oder Erfolg bewertet werden. Als Kind übernehmen wir diese Haltungen ungefiltert. Nicht, weil sie objektiv wahr sind, sondern weil sie Überleben und Zugehörigkeit sichern.

Ohne dass wir es merken, werden diese Überzeugungen zu inneren Programmen. Sie beeinflussen, wie wir uns selbst sehen, was wir uns erlauben und was wir für möglich halten. Später begegnen uns dann Situationen im Leben, die genau diese alten Muster bestätigen und halten sie für „Realität“.

Glaubenssätze entstehen also nicht im luftleeren Raum. Sie werden aufgeschnappt, gelernt, verkörpert und weitergegeben und irgendwann für selbstverständlich gehalten. Das nachfolgende Beispiel verdeutlicht, wie wiederkehrende Gedanken zu Überzeugungen werden, die das gesamte Handeln und somit die erlebte Realität beeinflussen.

Glaubenssätze umprogrammieren mit Reiki Mentalheilung

Konkretes Beispiel: „Ich bin zu dick“

Nehmen wir ein oft erlebtes Thema. Du schaust in den Spiegel und denkst: „Ich bin zu dick.“ Ob das objektiv stimmt, spielt hier erstmal keine Rolle. Entscheidend ist die Überzeugung. Denn diese Überzeugung wird von außen ständig gefüttert und verstärkt: durch Social Media, durch scheinbar perfekte Körper (ob echt oder bearbeitet ist nebensächlich), durch Kommentare, Blicke, Normen und unausgesprochene Erwartungen.

Das Kollektiv flüstert:
„So musst du aussehen, sonst gehörst du nicht dazu.“

Aus dem ursprünglichen Gedanken entsteht eine Gedankenkette:
„Mir steht das Kleid eh nicht. An Dünnen sieht es gut aus, an mir nicht.“

Darauf folgt eine emotionale Reaktion:
Scham, Frust, Traurigkeit oder Resignation.

Und daraus wiederum eine Handlung:
Du kaufst nichts, gehst resigniert nach Hause, isst vielleicht aus Frust und bestätigst so unbewusst das alte Bild.

Das Ergebnis:
Der alte Glaubenssatz wird bestätigt. „Siehst du? Ich bin zu dick.“

Gedanken → Gefühle → Handlungen → Ergebnisse … und diese Ergebnisse nähren wieder die ursprüngliche Überzeugung. So entsteht eine selbsterfüllende Schleife.

Glaubenssätze umprogrammieren mit Reiki Mentalheilung

Wenn aus Überzeugungen Programme werden

Was hier passiert ist kein Zufall, sondern ein inneres Programm. Glaubenssätze wirken wie Filter. Sie bewerten Situationen noch bevor wir bewusst reagieren. Sie entscheiden, was wir wahrnehmen, wie wir fühlen und wie wir handeln.

Je öfter ein Gedanke gedacht wird, desto stärker wird die neuronale und energetische Spur. Der Körper reagiert darauf, das Nervensystem passt sich an, Hormone, Muskelspannung und sogar die Haltung verändern sich. Der Glaubenssatz wird nicht nur gedacht, er wird gelebt.

Und genau dieses Muster findest du nicht nur beim Thema Abnehmen, sondern überall:

  • in Beziehungen („Ich werde eh nicht den Richtigen finden“)
  • im Beruf („Ich bin nicht gut genug“)
  • bei Geld („Ich muss hart arbeiten, um zu überleben“)
  • in Prüfungen („Ich darf keine Fehler machen“)

Unser System liebt Energiesparen. Was wir oft wiederholen, läuft auf Autopilot. Das betrifft nicht nur Zähneputzen oder Autofahren, sondern genauso Denk-, Fühl- und Reaktionsmuster. Das ist nichts Negatives – im Gegenteil: evolutionär gesehen ist es extrem schlau. Würden wir jede Entscheidung ständig neu durchdenken, wären wir hoffnungslos überfordert.

Problematisch wird es erst, wenn alte Autopiloten nicht mehr zu deinen neuen Zielen passen. Du willst dich verändern, innerlich wachsen und anders leben, aber dein System greift immer wieder auf alte Programme zurück. Dann fühlt es sich an, als würdest du immer wieder gegen eine unsichtbare Wand laufen. Du gibst dir Mühe, setzt dir Ziele, visualisierst und trotzdem bleibt alles zäh.

Ein Vision Board allein reißt keine Wand ein. Erst muss Altes gelöst werden, bevor Neues wirklich aufgebaut werden kann. Viele Menschen versuchen, das Spiegelbild im Außen zu verändern und sehnen sich nach mehr Geld, weniger Gewicht oder besseren Beziehungen. Doch eigentlich geht es darum, sich anders vor den Spiegel zu stellen. Mit einem anderen inneren Zustand, einer anderen energetischen Grundhaltung.

Warum Affirmationen allein oft nicht wirken – das RAS erklärt

Hier kommt ein wichtiger neurobiologischer Mechanismus ins Spiel: das Retikuläre Aktivierungssystem (RAS). Dieses Filtersystem in deinem Gehirn entscheidet, welche Informationen überhaupt zu dir durchdringen. Es sucht laufend nach Belegen für das, was du bereits glaubst.

Sagt dein Mund: „Ich bin reich“ … während dein Konto im Minus ist, dein Körper Stress signalisiert und deine Erfahrungen etwas anderes erzählen, dann springt das RAS an und sucht Gegenbeweise und findet Rechnungen, Sorgen und Einschränkungen. Das neue Statement prallt ab, weil es nicht in das bestehende System passt.

Stattdessen sollte man realitätsnahe Aussagen wählen, die Belege zulassen, zum Beispiel: „Ich habe immer dann Geld, wenn ich es brauche.“ Plötzlich kann dein System kleine Bestätigungen sammeln, die dir diesen Grundgedanken beweisen:

  • Du greifst auf eine Rücklage zurück.
  • Eine unerwartete Gutschrift kommt.
  • Eine Rechnung lässt sich gut stemmen.
  • Du hast 20€ an deinem Einkauf gespart.

Diese Mikro-Beweise trainieren dein RAS neu. Es beginnt, pro dich zu scannen, anstatt permanent Mangel zu bestätigen. So verändert sich nicht nur das Verhalten, sondern auch das innere Selbstbild. Das RAS bekommt neue Daten und der Autopilot beginnt sich langsam umzubauen.

Re-Programmieren: eine Praxis, die wirklich funktioniert

Glaubenssätze verändern sich nicht durch Einsicht allein, sondern durch verkörperte Erfahrung. Deshalb braucht es einen klaren Ablauf, der Kopf, Nervensystem und Handlung miteinander verbindet.

Schritt 1: Den alten Satz erkennen

Am Anfang steht Ehrlichkeit. Nicht das, was du gerne glauben würdest, sondern das, was tatsächlich in dir wirkt. Beispiele:

  • „Ich bin zu dick.“
  • „Ich habe es schwerer als andere.“
  • „Ich muss mich mehr anstrengen, um wertvoll zu sein.“
  • „Geld ist immer knapp.“

Falls du Schwierigkeiten hast, Glaubenssätze zu entdecken, dann kann dir folgende Übung helfen:

Starte mit einer einfachen Mindmap: In die Mitte dein Ist-Zustand. Außen herum Kreise für deine Kollektive:

  • Eltern/Erziehung (größter Einfluss)
  • Größere Familie (Großeltern, Geschwister)
  • Schule/Ausbildung
  • Arbeit/Branche
  • Freundeskreis
  • Optional: Kultur/Medien/Religion/Verein

Fragen, die du an jeden Kreis stellst:

  • Welche Werte und Sätze höre/fühle ich hier immer wieder? (z. B. „Man muss hart arbeiten“, „Mach’s allen recht“ usw.)
  • Wie reagieren diese Menschen auf Kritik, Grenzen, Erfolg und Fehler?

So spiegeln dir die Kollektive deine eigenen unbewussten Programme. Du beginnst zu sehen, was dich steuert.

Schritt 2: Einen neuen Satz realitätsnah formulieren

Jetzt kommt der entscheidende Punkt, an dem viele scheitern: Der neue Satz darf nicht im Widerspruch zur erlebten Realität stehen, sonst blockiert dein System ihn sofort. Nicht hilfreich:

  • „Ich bin schlank.“
  • „Ich bin reich.“
  • „Alles ist leicht.“

Hilfreich sind handlungsnahe, erreichbare Ich-Sätze, positiv formuliert und in der Gegenwart, die dein Nervensystem akzeptieren kann:

  • „Ich wähle heute das, was meinem Körper gut tut.“
  • „Ich habe genug Geld, wenn ich es brauche.“
  • „Ich darf mir Zeit nehmen, um meinen Weg zu gehen.“

Diese Affirmationen beschreiben eine Haltung oder Entscheidung, kein Endergebnis.

In meinem Video gehen wir die 5 Schritte des Re-Programmierens mit Reiki gemeinsam an.

Schritt 3: Belege sammeln – Mikro-Erfolge zählen

Jetzt kommt der wichtigste Teil: Beweise im Alltag. Dein System lernt nicht durch große Visionen, sondern durch kleine, wiederholte Erfahrungen. Beispiele:

  • 10 Minuten Bewegung statt gar keine → Beleg.
  • Eine Mahlzeit bewusst gewählt → Beleg.
  • Ein „Nein“, das sich stimmig anfühlt → Beleg.
  • Eine Rechnung, die gut bezahlt werden konnte → Beleg.

Notiere diese Mikro-Erfolge täglich und ohne sie zu bewerten. Auf diese Weise trainierst du dein Retikuläres Aktivierungssystem.

Schritt 4: Handeln wie die Person, die du sein willst

Jetzt verkörperst du den neuen Glaubenssatz konsequent. Du fragst dich in entscheidenden Momenten:

Wie würde ich handeln, wenn dieser neue Satz bereits wahr wäre?

Veränderung ist kein einmaliges Vorhaben, sondern eine Kette aus wiederkehrenden Entscheidungen:

  • Nach harter Arbeit nicht „schnell ungesund“, sondern kurz bewegen und später essen.
  • Im Restaurant bewusst wählen, auch wenn alle Pizza bestellen.
  • Bei Müdigkeit nicht Netflix-Autopilot, sondern zehn Minuten spazieren gehen.

Diese Form der Identitätsarbeit bedeutet nicht, etwas zu erzwingen, sondern dich konsequent wie die Person zu verhalten, die du sein möchtest. Jede kleine Entscheidung ist ein Signal an dein System: Das bin ich.

Schritt 5: Dein Umfeld bewusst justieren

Denk daran: Du bist immer in Resonanz mit Feldern, Menschen und Informationen. Frage dich ehrlich:

  • Welche Menschen nähren meine neue Ausrichtung?
  • Wo werde ich unbewusst wieder in alte Rollen gezogen?
  • Welche Inhalte konsumiere ich täglich?

Du musst niemanden „abschneiden“. Aber du darfst bewusst mehr Zeit in Feldern verbringen, die deine neue Identität bestätigen und nicht infrage stellen.

Glaubenssätze umprogrammieren mit Reiki (Mentalheilung)

Reiki ist ein bewährtes Hilfsmittel, wenn es darum geht, festgefahrene Glaubenssätze zu erkennen und sich gleichzeitig auf die neue Realität auszurichten. Reiki bringt Licht ins Unterbewusste, beruhigt das System und gibt dir die Energie, das, was du erkannt hast, wirklich umzusetzen. Was das praktisch heißt:

  • Bewusstheit statt Autopilot: Reiki öffnet Wahrnehmung. Du erkennst schneller, welcher Glaubenssatz gerade triggert, oft wie aus einer neutraleren Beobachter­perspektive.
  • Nervensystem regulieren: In einem ruhigeren inneren Milieu kannst du anders entscheiden. Kein Panikmodus, sondern Wahl.
  • Blockaden in Bewegung bringen: Wie ein Klangkörper, der in Schwingung gerät, rüttelt Reiki alte, feste Muster an, sodass sie an die Oberfläche steigen dürfen. Dann kannst du sie sehen und bewusst anders handeln.
Reiki Ausbildung

Mentalheilung mit Reiki

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Nentatsu Hō – die Deprogrammierungstechnik

Eine traditionelle Reiki-Technik zur Arbeit mit Gedankenmustern ist Nentatsu Hō, die im 2. Reiki Grad gelehrt wird. Dabei wird keine Affirmation „übergestülpt“, sondern ein innerer Fokus gesetzt, während Reiki fließt.

Du bringst einen klaren, einfachen Gedanken oder eine Absicht in dein Bewusstsein. Reiki verstärkt diese Ausrichtung und hilft, alte mentale Prägungen sanft zu lösen, ohne Widerstand zu erzeugen. Nentatsu Hō wirkt besonders kraftvoll, wenn du realistische, verkörperbare Schritte wählst. Der Ablauf der Technik ist wie folgt:

Lege deine nicht-dominante Hand auf deine eigene Stirn und deine dominante Hand auf deinen Hinterkopf. Lass deine Hände für 2-3 Minuten dort verweilen, bis du die Energie gut fließen spürst.

Die Hände bleiben in dieser Position, während du nun deine positiven Affirmationen innerlich sprichst und jeweils dreimal wiederholst. Sei konzentriert, aber nicht verspannt. Verwende kurze Sätze und nicht mehr als drei oder vier pro Sitzung.

Nimm dann deine nicht-dominante Hand von der Stirn und lasse Reiki durch die dominante Hand weiter einströmen. Denke jetzt nicht mehr an die Affirmationen. Oft tauchen dabei Gefühle, Körperempfindungen oder innere Bilder auf. Das ist kein Störfaktor, sondern Teil der Umstrukturierung.

Reiki arbeitet wie ein Verstärker: Nicht der Satz „bringt“ die Veränderung, sondern der Zustand, in dem dein System ihn aufnimmt. So wird das Implementieren einer neuen Gewohnheit nicht zum Verzicht oder zum unüberwindbaren Investment, sondern zur logischen Konsequenz.

Glaubenssätze sind wie stille Geschichtenschreiber, die die erlebte Realität entwerfen. Doch du bist deinen inneren Geschichten nicht schutzlos ausgeliefert. Du musst sie nicht bekämpfen, du darfst sie neu schreiben: mit echten, kleinen Beweisen deiner neuen Identität.

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