spirituelle Herzöffnung

Die verlorene spirituelle Herzöffnung des ursprünglichen Reiki

Vom Kopf in Fühlen zu kommen und der Wunsch nach Verbundenheit sind prägende Sehnsüchte, die die spirituelle Herzöffnung voraussetzen. Doch auf diesem Weg müssen einige Schutzmauern eingerissen werden. Im ursprünglichen Reiki war die Herzensschulung eine fundamentale Übung und Grundlage für eine herzzentriertere Energie.

spirituelle Herzöffnung Herzensschulung Reiki

Was bedeutet spirituelle Herzöffnung wirklich?

Viele Menschen leben den Großteil ihres Lebens „im Kopf“. Gedanken, Analysen, Zweifel und innere Dialoge bestimmen ihren Alltag. Das Herz bleibt dabei oft im Hintergrund. Um unsere innere Welt zu schützen, wird das Herz verschlossen oder bestenfalls vorsichtig dosiert geöffnet.

Doch tief in uns keimt der Wunsch, mehr zu fühlen. Mehr Verbundenheit und mehr Liebe zu uns selbst, zu anderen und zum Leben an sich. Genau hier fängt die spirituelle Herzöffnung an. Die Herzöffnung ist der Moment, in dem sich etwas in dir weitet. Die sanften Wellen der Herzenergie führen dich weg vom reinen Denken, hinein ins Fühlen und weg von Kontrolle, hin zu Vertrauen.

Hinter der Herzöffnung steht fast immer ein tiefer innerer Ruf: Der Wunsch, mehr Liebe zu erfahren. Nicht nur romantische Liebe, sondern eine umfassendere Qualität. Es ist die tiefe Sehnsucht, wieder in Verbindung zu kommen, gefolgt von Empathie, Mitgefühl und innerem Frieden. Viele merken auf diesem Weg, dass das, was sie im Außen suchen, im Inneren beginnt.

Die spirituelle Herzöffnung ist ein Erinnern an dein wahres Sein. Sie beschreibt einen Prozess, in dem sich dein energetisches Herzfeld weitet und du wieder Zugang zu deiner inneren Essenz bekommst. Merkmale der Herzöffnung sind:

  • Vom Kopf ins Fühlen kommen: Du beginnst, Gedanken nicht mehr über alles zu stellen, sondern deinem inneren Empfinden wieder Raum zu geben. Intuition, Mitgefühl und echte Wahrnehmung treten in den Vordergrund.
  • Schutzmauern einreißen: Viele dieser Mauern sind über Jahre durch Enttäuschungen, Verletzungen oder Angst vor Ablehnung entstanden. Die Herzöffnung bedeutet nicht, diese Erfahrungen zu verdrängen, sondern sie bewusst zu fühlen und zu lösen.
  • Dich selbst und deine Gefühle annehmen: Es geht nicht nur darum, Liebe zu geben, sondern sie auch dir selbst zu erlauben. Auch die unangenehmen Gefühle dürfen da sein, ohne zu bewerten.
  • Andere wirklich annehmen können: Je mehr du dich selbst annimmst, desto leichter fällt es dir, auch andere Menschen so zu sehen, wie sie sind. Je weiter sich dein Herz öffnet, desto mehr erkennst du: Die Trennung zwischen dir und anderen ist eine Illusion. Hinter allen Rollen, Geschichten und Masken liegt dieselbe Essenz.
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Herzraum als Tor zur inneren Welt

Die Herzöffnung ist kein „Ziel“, sondern eher ein Erinnern daran, was schon immer da war, allerdings oft von Angst, Schutzmechanismen und alten Mustern überlagert wurde. Schmerzhafte Erinnerungen und nicht gelöste Themen führen dazu, dass dieser Kanal mit der Zeit verschüttet, blockiert und weggesperrt wird. Dann suchen wir die fehlende Liebe im Außen, geraten in abhängige Beziehungen und machen uns selbst klein.

Alte Wunden, Ballast und Schmerz liegen schwer auf dem Herzen. Wir wurden enttäuscht, verlassen und im Stich gelassen. All die düsteren Gedanken, Ängste und Zweifel, die nie vollständig gelöst wurden, können wie ein Stein auf dem Herzen liegen. Um weniger zu leiden, haben wir damit begonnen, eine Schutzmauer aufzuziehen und all die unerwünschten Gefühle auszusperren.

Doch wenn es uns gelingt, den Zugang zu unserem Herzen freizulegen, dann können wir immer mehr ins Fühlen kommen. Auf diesem Weg können sich all die unterdrückten und ignorierten Gefühle zeigen. Schaffen wir es, diesen Schatten mit Mitgefühl zu begegnen und alle verletzten Anteile in uns zu sehen und anzunehmen, dann können wir den Herzraum betreten.

Über das Herz öffnet sich so ein Raum zur Unendlichkeit, in dem sämtliche Heilung bereits vorhanden ist. Immer dann, wenn wir unseren Herzraum betreten, können wir Heilung, Kraft und Frieden aus der Unendlichkeit in den jetzigen Moment mitnehmen. Je öfter uns das gelingt, desto schneller werden wir zur ursprünglichen Harmonie zurückfinden.

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Ist es nicht gefährlich, das Herz zu öffnen?

Vielleicht mag es den Anschein erwecken, dass eine offene Herzenergie gefährlich werden kann, da man so seine Grenzen aufgibt und sich anderen gegenüber verletzlich zeigen könnte. Schließlich wurden so manche Mauern errichtet, um sich selbst zu schützen. Aus spiritueller Sicht ist nicht die Herzöffnung das Risiko, sondern eine unausgeglichene Öffnung ohne Bewusstsein.

Eine Herzöffnung bedeutet nicht, dass du dich allem und jedem ungefiltert öffnest oder deine Grenzen verlierst. Im Gegenteil: Eine gesunde Herzöffnung geht immer mit Klarheit und Abgrenzung einher:

  • Du öffnest dich, ohne dich zu verlieren
  • Du fühlst mehr, ohne dich zu überidentifizieren
  • Du bist offen, aber nicht schutzlos
  • Du liebst, aber nicht aus Bedürftigkeit heraus
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Ohne diese Balance kann es passieren, dass man sich emotional überfordert, sich ausnutzen lässt oder wieder in alte Muster fällt. Wahre Herzenergie geht immer Hand in Hand mit Präsenz und innerer Stabilität. Fehlt diese Verbindung, kann es passieren, dass man sich in fremden Energien verliert oder aus einem alten Mangel heraus „zu viel“ gibt. Doch das ist keine echte Herzöffnung, sondern oft ein Muster, das gesehen werden möchte.

Herzöffnung mit Reiki – die Einheit der drei Herzen

Reiki kann dich in diesem Prozess auf einer sehr feinen Ebene begleiten. Reiki bringt dich sanft aus dem Kopf zurück in deinen Körper und in dein Gefühl. Es unterstützt dich dabei, Blockaden im Herzraum zu lösen und gleichzeitig in deiner Mitte zu bleiben.

Im ursprünglichen Reiki nach Usui wurde das Herz Kokoro genannt. Kokoro ist der zentrale Begriff für das innere Sein des Menschen. Dort, wo sich Gefühl mit Intuition, Stille, Mitgefühl und Wahrhaftigkeit vereint. Es ist der Ort im Menschen, an dem Rei am klarsten wirken kann.

Man ging davon aus, dass jeder Mensch drei „Herzen“ besitzt. Diese Herzen fungieren als Bewusstseinsqualitäten, die in jedem von uns gleichzeitig vorhanden sind:

1. Daishin – Das Große Herz (Weite, Mitgefühl, Präsenz)
Daishin ist das Herz, das weit geworden ist. Nichts wird abgelehnt, nichts wird festgehalten und nichts wird kontrolliert. Ein Mensch mit Daishin kann Herzen öffnen, Vertrauen erzeugen und Sicherheit schenken.

2. Kushin – Das Durchhalte-Herz (Geduld, Hingabe, Ernsthaftigkeit)
Kushin bedeutet wörtlich: „Herz, das Schwierigkeiten trägt“. Gemeint ist die Ausdauer, die Hingabe und das tägliche Zurückkehren zur Übung. Kushin ist das Herz, das nicht wegläuft, wenn es schwierig wird.

3. Rohin – Das Tau-Herz (Transparenz, Reinheit, Leere)
Rohin bedeutet wörtlich: „das Herz wie Tau.“ Es ist das Herz, das frei von Ego ist. Wenn Rohin gegenwärtig ist, fühlt der Mensch Frieden, Stille, Nicht-Ich, Klarheit und verliert das Bedürfnis, Eindruck zu machen.

spirituelle Herzöffnung Herzensschulung Reiki

Die spirituelle Herzensschulung im ursprünglichen Reiki

Im Kontext von Reiki gilt der Herzraum als das Tor zu innerer Resonanz und Mitgefühl. Herzzentriertheit ist die Grundlage für eine klare, unverfälschte Energieübertragung. Selbstmitgefühl ist dabei essenziell für Heilung, denn Mitgefühl schafft den Raum, in dem sich Probleme und alte Muster durch Annahme überhaupt erst transformieren können. Aus dieser inneren Haltung heraus entfaltet Reiki seine herzzentrierte Qualität, ohne dass du dich mit fremden Emotionen identifizierst oder darin verlierst.

Du spürst Traumaschichten, ohne darin zu „fallen“. Du erkennst Felder, ohne sie bewerten oder interpretieren zu müssen. Deine Wahrnehmung wird zart, aber gleichzeitig präzise. Deine Hände werden weicher, klarer und die Energie beginnt, natürlicher zu fließen.

Im ursprünglichen Reiki gab es eine elementare Übung, die sinngemäß als “die spirituelle Schulung des Herzens-Geistes” betitelt wurde. Diese Übung war ein absolutes Fundament des alten Usui-Systems, da sie als wichtige Vorbereitung auf Erleuchtung und Durchlässigkeit für die kosmische Energie diente. Sie befähigte den Schüler unter anderem, die Ich-Schichten loszulassen, Mitgefühl zu kultivieren, Energie ohne Verzerrung fließen zu lassen und energetische Felder ohne Projektion zu erkennen. Leider ist diese Übung aus nahezu allen modernen Reiki-Schulen rausgefallen.

Ursprüngliches Reiki
optionale zusatzmodule
Die wahre Essenz von Reiki

Diese optionalen Zusatzmodule begleiten dich parallel zu deinem Reiki-Grad und bringen dir den ursprünglichen spirituellen Pfad und die Öffnung des Herzens mit Reiki nahe.

Ablauf der Herzschulungs-Praxis

Diese Übung besteht aus drei Phasen, die langsam ineinander übergehen:

  1. Das Herz reinigen
  2. Das Herz öffnen
  3. Das Herz erleuchten

1. Das Herz reinigen
Dies ist die Vorbereitung. Sitze aufrecht, atme langsam ein und aus. Spüre hinein: Wo ist innere Unruhe? Benenne deine Empfindung neutral, z.B.: „Da ist Spannung.“ „Da ist Unklarheit.“ „Da ist Sorge.“ Bei jedem Ausatmen lässt du nun die Schwere sanft rausfließen.

2. Das Herz öffnen
Hier wird das Herz weit. Halte deine Hände leicht geöffnet auf der Brust (Herzraum). Atme in den Brustraum und Hara gleichzeitig (doppelte Atmung). Fühle, wie sich der Brustraum leicht weitet. Lass Zärtlichkeit, Sanftheit oder Ruhe entstehen. Öffne dich für die Wahrheit des Moments.

3. Das Herz erleuchten
Dies ist die höchste Form der Übung. Sie wurde früher täglich geübt. Halte die Hände locker auf dem Herzen. Kopf leicht geneigt, Atem sehr ruhig und spüre Herz und Hara gleichzeitig. Visualisiere ein feines Licht im Herzen. Stelle dir nicht vor, dass das Licht größer wird, sondern lasse das Licht sich von selbst ausdehnen. Sobald dein Herz warm oder weit wird: Nichts tun. Nur da sein.

Von dieser Haltung aus wandert das Licht nun dorthin, wo es am dringendsten gebraucht wird. Vielleicht fließt die Herzenergie in die Zellen deines Körpers, in den Raum um dich herum oder in die Hände, um deine nächste Reiki-Session eine mitfühlende Qualität zu verleihen.

Das ist der Punkt, an dem wahre Heilung eintreten kann. Der Geist wird transparent, das Ego tritt zurück und die Wahrnehmung wird feiner. Ein Zurückkehren in einen Zustand, in dem du nicht länger von dir selbst, von deinem Gegenüber oder der Energie getrennt bist.

Spirituelle Arbeit führt uns immer wieder zurück in den Herzraum, dorthin, wo alles einfacher wird. In eine Form von Menschlichkeit, die nichts darstellen muss und wo Begegnung nicht über Rollen geschieht, sondern von Herz zu Herz. Mensch zu sein bedeutet für mich nicht, perfekt zu sein, sondern fähig zu fühlen und einander wirklich zu sehen. Es bedeutet, sich gegenseitig zu helfen und lebendig zu sein – mit allem, was dazugehört.

Und in diesem Raum werden zwei Qualitäten spürbar, die alles tragen: Verständnis und Empathie. Vielleicht ist genau das die tiefste Form der Herzöffnung, nämlich nicht mehr zu suchen, sondern einfach da zu sein.

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