Finishing-Techniken: Veredelung & Abschluss deiner Reiki-Übertragung
“Finishing” bezeichnet den unmittelbaren Abschluss einer Reiki-Behandlung, also den letzten Schritt, bevor die Übertragung endet. Ziel ist, die Energien gleichmäßig im Körper zu verteilen. Hier findest du 3 Reiki Finishing-Techniken, z.B. Ketsueki Kokan, die als Veredlung einsetzbar sind.

Was sind Finishing – bzw. Veredelungstechniken?
Obwohl jede Reiki-Behandlung individuell und einzigartig ist, kann doch ein roter Faden gefunden werden, der sich durch nahezu alle Sessions zieht. Nach anfänglicher Einstimmung, beginnen die meisten Energieübertragungen mit einem Abtasten, Kennenlernen oder Scannen der Aura und der Chakren, um einen ersten Eindruck vom energetischen Zustand der Person zu erhalten. Gleichzeitig können so auch erste Blockaden und Byosen erspürt werden.
Nun folgt dann die eigentliche Behandlung, indem Handpositionen, Reiki-Symbole und all die Techniken, die beherrscht werden und den Bedarf decken, abgerufen werden. Doch was geschieht, wenn der Energiefluss abebbt und die Heilung als abgeschlossen oder erfolgreich gilt?
Ein geeigneter Abschluss einer Übertragung kann mit sogenannten “Finishing”-Techniken gefunden werden. Unter einer “Finishing-Technik” versteht man Positionen oder Behandlungsabläufe, die als unmittelbarer Abschluss einer Reiki-Behandlung dienen, also als allerletzter Schritt einer direkten Energieübertragung, noch bevor man zum Nachgespräch übergehen würde.
Traditionell wurden diese Techniken immer im Anschluss einer Reiki Session praktiziert. Du kannst sie dir wie eine „Veredelung“ oder einen letzten Feinschliff vorstellen. Solche Methoden helfen, den energetischen Fluss im Körper zu verbessern, indem sie blockierte oder stagnierende Energien freisetzen und die Harmonie des Energiesystems wiederherstellen.
Des Weiteren dienen sie dazu, angeregte Energien im Körper vollends zum fließen zu bringen und die Prozesse, die im Zuge der Behandlung angeregt wurden, zur Entfaltung zu bringen. Nachfolgend findest du drei passende Veredelungen, die in den meisten Fällen universal einsetzbar sind.

Ketsueki Kokan: Die Blutaustausch-Technik
Ketsueki Kokan Ho ist eine energetische Blutreinigung, die oft als „Nervenstreichung“ oder „Finishing“- Technik bezeichnet wird. Sie hilft, blockierte Energie entlang der Wirbelsäule zu lösen und den Kreislauf zu regulieren. Obwohl KETSUEKI-KOKAN wortwörtlich “Bluttausch-Technik” bedeutet, handelt es sich hier nicht um eine Bluttransfusion. Es ist eine Technik, die die Blutregenerierung stimuliert. Sie sollte
Ketsueki Kokan ist eine traditionelle Reiki-Technik, die bereits von Dr. Mikao Usui praktiziert und als Abschluss empfohlen wurde und ein zentrales Element des traditionellen Reiki bildet. Sie wurde mindestens einmal während eines Monates angewendet, um die Blutzellen zu regenerieren.
Diese Technik hat 3 Variationen. Neben dem klassischen Ketsueki Kokan, bei der sanft mit den Händen die Wirbelsäule nach unten gestrichen wird, gibt es noch die Oberkörper- und die Ganzkörper-Technik. Bei der Oberkörpertechnik wird von der Wirbelsäule mit den Händen nach außen zu den Schultern gestrichen, wohingegen die Ganzkörper-Methode Streichungen der Arme und Beine vorsieht. Unten findest du den Ablauf der klassischen Blutzirkulationstechnik.
- Dein Klient liegt auf dem Bauch auf einer Liege. Stelle dich an die Seite des Klienten, wobei deine nicht-dominante Hand dem Kopf am nächsten ist.
- Lege deine nicht-dominante Hand flach auf den Hinterhauptkamm (den Bereich an der Schädelbasis) und deine dominante Hand auf die Wirbelsäule.
- Streiche sanft und gleichmäßig entlang der Wirbelsäule bis zum Steißbein. Übe dabei keinen Druck aus. Du kannst diese Bewegung auch wenige Millimeter über dem Körper machen, ohne direkten Kontakt.
- Hebe deine Hand vom Klienten, sobald du das Steißbein erreicht hast, und kehre zur Ausgangsposition am oberen Ende der Wirbelsäule zurück. Streiche die Wirbelsäule nicht wieder nach oben.
- Wiederhole den Vorgang 14 Mal. Nach dem letzten Durchgang lass deine Hand für 15 bis 30 Sekunden auf dem Steißbein ruhen, um die Energien in Balance zu bringen.

Sweeping: Ausstreichen und Kämmen der Aura
Sweeping ist eine Technik aus dem Kundalini Reiki und rundet eine Körperbehandlung sanft ab, da es gestaute oder krankhafte Energien sowie blockierte Meridiane reinigt und der Aura hilft, sich zu ordnen und zu stabilisieren. Undichte Stellen in der Aura, durch die Energie entweichen könnte, werden automatisch verschlossen, sodass der Heilungsprozess optimal unterstützt wird.
Bei diese Technik führst du insgesamt zwei Streichungen vor:
Erste Streichung – Reinigung:
Halte deine Finger geschlossen. Mit geschlossenen Fingern streichst du blockierte Energie heraus. Streiche mit deinen Händen in einem Abstand von etwa 5 cm vom Kopf bis zu den Füßen des Klienten. Angekommen an den Füßen, schüttelst du deine Hände kräftig aus, als würdest du Wasser abschütteln.
Zweite Streichung – Ordnung und Stärkung:
Streiche nun mit gespreizten Fingern erneut über den Körper deines Klienten. Auf diese Weise kämmst und ordnest du die Aura, wodurch unsichtbare Strahlen entwirrt werden und die Aura gestärkt wird.
Hinweis: Du kannst Sweeping auch im Rahmen einer Fernreiki-Selbstbehandlung bei dir selbst anwenden.
Energiefeld klären und reinigen
Vor allem dann, wenn intensive Gefühle, schmerzhafte Erinnerungen oder energetische Sensationen durch die Behandlung zum Arbeiten gebracht wurden, ist es zu empfehlen, diese Energien zu klären und die gesamte Aura, mindestens jedoch die betroffenen Chakren oder Körperregionen zu reinigen. Das ist wichtig, damit alle verbliebenen und nicht mehr dienlichen Energien auch wirklich abgegeben und transformiert werden können.
Sollte man sich bei der Behandlung vor allem auf ein bestimmtes Chakra konzentriert haben, dann kann dieses nun gezielt gereinigt werden, indem man kräftig auf das Chakra pustet. Zusätzlich kann visualisiert werden, dass man sämtliche verunreinigten Energien, die das System verlassen sollten, wie eine dunkle, klebrige Masse herauszieht und über die Füße nach unten ableitet. Wichtig ist, dass sie die Aura auch wirklich über die Füße verlassen.
Diese Vorgehensweise kann auch für das gesamte Energiefeld durchgeführt werden. Hierfür kannst du der Reihe nach vom Wurzelchakra hoch zum Kronenchakra pusten und dann mit den Händen seitlich nach unten zu den Füßen streichen. Zahlreiche Reiki-Symbole, beispielsweise aus dem Seichem-Reiki oder auch das Kraftsymbol aus dem Usui Reiki, können diese Arbeit unterstützen.

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Und damit wird dann das unmittelbare Ende der Reiki-Behandlung eingeleitet. Hierzu beendet man den Kontakt, bedankt sich bei seinem Klienten und bei Reiki für die Erfahrung und kann dann sanft in die Hände pusten, um die Übertragung zu beenden. Nun geht man mit dem Klienten in den Austausch, spricht über das Erlebte und hilft, die Energien und Prozesse richtig zu integrieren.
